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DESY News: Brandenburger Quantentechnologie-Netzwerk trifft sich in Zeuthen
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Meldungen vom Forschungszentrum DESY
Brandenburger Quantentechnologie-Netzwerk trifft sich in Zeuthen
Heute hat Staatssekretär Tobias Dünow vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur ein Treffen der an Quantentechnologien arbeitenden Forscherinnen und Forschern bei DESY in Zeuthen besucht. Er informierte sich über die Fortschritte zum Aufbau der Brandenburger Quantentechnologie-Community.

Staatssekretär Tobias Dünow (Mitte) lässt sich beim Rundgang in der mechanischen Lehrwerkstatt ein Fertigungsstück des 1. Ausbildungsjahrs erklären. Foto: DESY, Susann Niedworok
Nach einem Rundgang über den DESY-Campus und einem Besuch im Rechenzentrum präsentierte Karl Jansen von DESY den Teilnehmenden die neusten Entwicklungen des Zentrums für Quantentechnologie und Anwendungen (CQTA) und Beispiele in der Teilchenphysik. Forschungsstaatssekretär Dünow war begeistert: „Wer wissen will, warum Wissenschaft und Forschung so immens wichtig sind und warum jeder dort investierte Euro eine Investition in die Zukunft ist, muss nur zu DESY nach Zeuthen fahren. Von Astroteilchenphysik auf Grönland bis zu Projekten im Bereich der Krebstherapie mit Beschleunigern und dem Quantencomputing – DESY forscht an zentralen Zukunftsfragen. Deswegen unterstützen wir auch ausgesprochen gerne die Erforschung und Entwicklung von Anwendungen für neuartige Quantencomputer in Zeuthen mit 12,8 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes."
Gemeinsam diskutierten die Anwesenden nächste Schritte der Zusammenarbeit und erarbeiteten Ideen, wie es gelingen kann, Berlin und Brandenburg als einen attraktiven Standort für neue Applikationen von Quantentechnologien zu etablieren. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass durch die Bündelung aller Kompetenzen die Zukunft der Brandenburger Wissenschaft und Wirtschaft aktiv mitgestaltet und vorangebracht werden kann. Dafür wollen sie – koordiniert von Anne Techen und Karl Jansen – ein Strukturpapier für eine Roadmap der Quantentechnologien in Brandenburg in den nächsten zehn Jahren erarbeiten.

Tobias Dünow (Mitte) mit den Mitgliedern des Quantentechnologie-Netzwerks. Foto: DESY, Susann Niedworok
Quantentechnologien der zweiten Generation haben enormes Potenzial für bisher unerreichbare wissenschaftliche Fragestellungen, aber auch für neue Produkte und Innovationen u.a. in der Finanz-, Logistik-, Pharma- und Chemiebranche. Jedoch steht die Forschung und der Markt für Quantentechnologien an einem sehr frühen Punkt. Weltweit wurde erkannt, dass neben der Forschung und Entwicklung, wie sie intensiv und erfolgreich and Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen betrieben wird, auch der Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Wirtschaft befördert werden muss, um Quantentechnologien effektiv nutzen zu können und Deutschland auf Forschungsebene sowie technologisch in eine Führungsrolle zu bringen.
Für Quantentechnologien (Sensorik, Kommunikation, Computing) wurden daher aus dem 2020 beschlossenen Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung 2 Milliarden Euro zur Förderung innovativer Vorhaben zur Verfügung gestellt. Viele Bundesländer investieren darüber hinaus Landesmittel, um Quantentechnologie Hubs aufzubauen.
Auch die Hauptstadtregion verfügt über enorme wissenschaftliche Expertisen in den Bereichen Quantencomputing, Quantenkommunikation und Quantensensorik. So unterstützt das Land Brandenburg am Zentrum für Quantentechnologie und Anwendungen (CQTA) die Erforschung und Entwicklung von Anwendungen und praxisnahe „Use Cases“ für neuartige Quantencomputer bei DESY in Zeuthen mit 12,8 Mio. Euro.