29.10.2025

Helmholtz-Innovationsplattform Hi-Acts wird fortgeführt

Erfolgreiche Helmholtz-Plattform stärkt Innovationen und den Transfer beschleunigerbasierter Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft

Ein Wissenschaftler erklärt einer interessierten Personengruppe einen komplexen Experimentaufbau.
Hi-Acts ermöglicht Industrieunternehmen passenden Zugang zu Beschleunigeranlagen. Foto: DESY, Anna Dittrich

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat beschlossen, die Innovationsplattform Hi-Acts (Helmholtz Innovation Platform for Accelerator-based Technologies and Solutions) dauerhaft fortzuführen. Nach der erfolgreichen Evaluierung durch ein unabhängiges, internationales Gremium wird das 2023 gestartete und zunächst für drei Jahre finanzierte Projekt nun also verstetigt und damit langfristig im Helmholtz-Portfolio verankert. „Ich beglückwünsche Hi-Acts zu diesem Erfolg und wünsche der Initiative auch für die Folgejahre gutes Gelingen und großartige Erfolge im Transfer“, schreibt Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler in einem Brief an die Vorstände der beteiligten Helmholtz-Zentren. Das Gremium habe dem Konsortium ein exzellentes Angebot an wissenschaftlichem Know-How und einmaliger technologischer Infrastruktur bescheinigt.

Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY hatte Hi-Acts gemeinsam mit den vier weiteren führenden Helmholtz-Zentren HZDR, GSI, HZB und Hereon ins Leben gerufen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Industrie verstärkt Innovationen und Technologien auf Basis der von den fünf Zentren betriebenen Teilchenbeschleunigeranlagen zu entwickeln und für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Hi-Acts vernetzt Forschungseinrichtungen und Industriepartner, um gezielt neue Anwendungen in Bereichen wie neue Materialien und Analyse, Elektronik und Energiewirtschaft sowie Gesundheit und Medizin zu schaffen. Seit dem Start haben sich der Plattform mehr als 116 Unternehmen und Forschungsorganisationen angeschlossen. Über 200 Fachleute tauschen sich regelmäßig über die Hi-Acts-Plattform aus, um gemeinsame Innovationsprojekte durchzuführen.

 

„Hi-Acts hat sich in kurzer Zeit zu einem zentralen Knotenpunkt für den Technologietransfer im Bereich der Beschleunigertechnologien entwickelt.“
Portrait einer lächelnden Frau mit Brille.
Dr. Sabine Brock Mitglied des Hi-Acts Steering Committees und Leiterin Industry Relations sowie stellvertretende CTO bei DESY

Hi-Acts bietet diverse Services an. Ein zentrales Instrument sind die Use Case Initiatives, die Kooperationen zwischen Forschung und Industrie mit Anschubfinanzierungen von jeweils bis zu 100 000 Euro pro Jahr unterstützen. Für 2026 wird dieses Fördervolumen auf fast eine Million Euro verdoppelt. Insgesamt hat die Plattform bisher rund 22 Millionen Euro an Drittmitteln für gemeinsame Projekte eingeworben.

Mit Hi-Acts Connect bietet die Plattform der Industrie zudem einen unkomplizierten Zugang an, um industrielle Herausforderungen in Forschung und Entwicklung mithilfe der Helmholtz-Zentren zu meistern: Unternehmen können diese mit einem einfachen Formular online einreichen, und Hi-Acts vermittelt die passenden Forschungspartner. Ergänzend organisiert die Plattform Workshops, Webinare und Meet-ups zwischen Industrie und Forschung. Über fünf Technology Labs erhalten externe Partner gezielten Zugang zu beschleunigerbasierten Methoden und Infrastrukturen der Helmholtz-Zentren. Die Technology Labs haben sich als Brücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihren konkreten marktreifen Anwendungen bewährt und werden ab 2027 ähnlich wie die Use Case Initiatives mit einem Auswahlverfahren für alle fünf Zentren geöffnet. Jedes Technology Lab kann über drei Jahre bis zu 1,2 Millionen Euro erhalten.

„Hi-Acts hat sich in kurzer Zeit zu einem zentralen Knotenpunkt für den Technologietransfer im Bereich der Beschleunigertechnologien entwickelt“, sagt Dr. Sabine Brock, Mitglied des Hi-Acts Steering Committees und Leiterin Industry Relations sowie stellvertretende CTO bei DESY. „Die Verstetigung der Plattform ist ein starkes Signal für den nachhaltigen Wissenstransfer aus der Großforschung in die Anwendung.“

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